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Hohenwarth: ein kleiner geschichtlicher Überblick

Dank der Unterstützung des ortsansässigen Heimatforschers Helmut Schnabl ist es möglich, Ihnen einen kurzen Überblick der „Hohenwarther Geschichte“ zu verschaffen. Wer noch weitere Informationen erhalten will hat dazu reichlich Gelegenheit. Mehrere Bücher ( „Hohenwarth und seine Kirche“; „Die Alte Kirche in Hohenwarth“; sowie zahlreiche Bänder „Beiträge zur Geschichte im Landkreis Cham“) stehen zur Verfügung.
     

Erste Funde ca. 5000 Jahre alt!

Ein sog. Schuhleistenkeil, der bei Hohenwarth gefunden wurde, ist ca. 5000 Jahre alt. Er diente wohl der Holzbearbeitung. 

Um 1180

Hohenwarth wird zum ersten Mal in einer Urkunde des Klosters Reichenbach erwähnt, und zwar ein Meginhard und sein Bruder Konrad von Hohenwarth.

Weitere Erläuterung: 
Hohenwarth wird zum ersten Mal in einer Urkunde des Klosters Reichenbach erwähnt, und zwar ein Meginhard und sein Bruder Konrad von Hohenwarth. Verwandtschaftliche Beziehungen bestanden zu den Burgherren von Kötzting. Ein Wachturm, daher der Name des späteren Ortes, muss das Tal des Weißen Regen östlich von Kötzting überwachen. Der Wachtstein dürfte der Platz dieser ersten, noch einfachen Burg gewesen sein. Siedler lassen sich dann im Schutz der ersten Burg nieder. 

Nach 1280

Gebiete im Besitz der Hohenwarther

Weitere Erläuterungen:
Hohenwarther besitzen Gebiete bis zum Haidstein im Westen und dem Höllenstein im Süden. Dieses Groß-Hohenwarth hat aber nicht lange Bestand. 

Im Jahr 1402

Hohenwarth wird Hofmark. Erstmals ist die Kirche erwähnt.

Weitere Erläuterungen:
Anfang des 14. Jahrhunderts: Unter Eberhard I. wird Hohenwarth Hofmark, eine kleine Verwaltungseinheit mit vielen Rechten, z.B. der Rechtsprechung, der Steuerfassung, der Aushebung von Soldaten. Eine große Burg wird gebaut (Mitte des Jahrhunderts), die um 1550 aber schon Ruine ist. Eberhard II. übt vorübergehend die Rechtsprechung für das Kloster Rott aus. 1402 ist eine erste Kirche erwähnt, die schon Johannes dem Täufer geweiht ist. Diese Kirche ist der Vorgängerbau der jetzigen alten Kirche und stand wohl am selben Platz.

15. Jahrhundert

Hans der Hohenwarther gibt Anfang des 15. Jahrhunderts den Besitz an Kloster Rott.

Weitere Erläuterungen:
Hohenwarth fällt im 15. Jahrhundert an die Nothafft von Wernberg, gesessen auf Runding.

Im Jahr 1549

Das mittelfränkische Geschlecht der Eyb kauft den Rundinger Besitz der Nothafft, und damit auch Hohenwarth

Im Jahr 1570

In der Nähe des alten Schlosses entsteht ein neues Schloss. Es lag vermutlich da, wo heute Friedhof und Pfarrkirche sind.

Im Jahr 1589

Ludwig von Eyb lässt die jetzige alte Kirche bauen.

Weitere Erläuterungen:
Ludwig von Eyb lässt die jetzige alte Kirche bauen. Sie wird im 19. Jahrhundert zum Grossteil abgerissen, aber das Presbyterium mit Altar in den 1980 er Jahren renoviert. 

17. Jahrhundert

Die Hofmark geht im 17. Jh. an die Kädinger, dann die Reittorner, vorübergehend die Gemmel und schließlich an die Poyßl über. 

Nach dem 30jährigen Krieg

Nach dem 30jährigen Krieg wird das heutige Schloss gebaut (etwa 1650 – 1655); ein Brand hatte das Eybsche Schloss vernichtet. Maria Anna von Poyßl überlässt Hohenwarth ihrem Neffen Emanuel Hafenbrädl.

     

älteste Ansicht von Hohenwarth um 1844

Im Jahr 1828

Hohenwarth wird Expositur mit eigenem Geistlichen und 1922 Pfarrei, die sie heute noch ist. 

Im Jahr 1848

Die adelige Herrschaft hört auf. 

Weitere Erläuterungen:
Die adelige Herrschaft der Hafenbrädl endet, 1803 endet auch die Lehenabhängigkeit von Kloster Rott, das im gleichen Jahr 1803 aufgehoben wurde.  Die Bauern in Hohenwarth, meist Sechzehntelbauern, werden nun freie Bewohner. Das Schloss geht in bürgerliche Hände über. Heute ist es im Besitz der Familie Vogl.

     

Hohenwarth um 1916

Im Jahr 1860

Die jetzige Pfarrkirche, die Johannes dem Täufer geweiht ist, wird erbaut. Die Bevölkerungszahl ist stark angestiegen.

Im Jahr 1922

Hohenwarth wird Pfarrei.

     

Hohenwarth 1944
Hohenwarth 1952

Im Jahr 1978

Die Gemeinde Hohenwarth wird – zusammen mit den Gemeinden Grafenwiesen und Rimbach – in die Verwaltungsgemeinschaft Grafenwiesen eingegliedert.

Im Jahr 1980

Die Gemeinde Hohenwarth scheidet aus der Verwaltungsgemeinschaft Grafenwiesen aus und erhält ihre Selbständigkeit wieder zurück.

Im Jahr 2001

Das Bayer. Staatsministerium des Innern erkennt die Gemeinde Hohenwarth  als Erholungsort an.